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Luther revisited

Auf Luthers Spuren

HBS-Schüler und ihre Gäste aus den USA auf den Spuren Luthers in Eisenach und auf der Wartburg

Kurz vor Ende des Schuljahres konnte die Heinrich-Böll-Schule Bruchköbel den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 8 und 10 ein besonderes Highlight zum 500. Reformationsjubiläum anbieten: Einen Tagesausflug zum Besuch Eisenachs und der Wartburg auf den Spuren Martin Luthers. Die Reisegruppe mit evangelischen, katholischen und islamischen Jugendlichen machte sich um 08.00h per Bus auf den Weg nach Thüringen. Mit an Bord waren die Gäste des Schüleraustauschs mit der Partnerschule, der Seneca Valley High School in Harmony, Pennsylvania/USA. 

Angekommen in Eisenach stand zunächst der Besuch wichtiger Lutherstätten in der Innenstadt auf dem Programm. Beim Besuch des Lutherhauses konnten die Räume besichtigt werden, in denen Luther als Schüler bei einer Gastfamilie von 1498 bis 1501 in Eisenach lebte. Im Lutherhaus wurde auch die kulturgeschichtliche Bedeutung von Luthers Bibelübersetzung dargestellt. 

Nach kurzen Abstechern zum Georgenbrunnen und zur Gedenkstelle der Hinrichtung der Bauernanführer am Ende des Bauernkrieges 1525 ging es in die Georgenkirche auf dem Marktplatz. In dieser beeindruckenden Kirche wurde Elisabeth von Thüringen 1221 getraut, hier sang Luther im Kurrendechor und predigte auf dem Weg zum und vom Wormser Reichstag 1521. Eine Statue erinnert an den hier 1685 getauften Johann Sebastian Bach. Die Georgenkirche war zudem Ausgangspunkt des Zuges der Burschenschaften zur Wartburg 1817, wo sie mit dem Wartburgfest für die Einheit Deutschlands in Frieden und Freiheit demonstrierten, und Ort der Friedensgebete, die 1989 zu Demonstrationen gegen das DDR-Regime und für die Wiedervereinigung führten. Somit wurde schon in der Innenstadt klar, dass Eisenach viel mehr als ein Erinnerungsort an Luther ist.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann hoch auf die Wartburg. Die letzten ca. 600 Meter mussten zu Fuß zurückgelegt werden. Bei fast wolkenlosen 35°C eine große Anstrengung! Belohnt wurde die Reisegruppe aber durch den Aufenthalt auf der Wartburg. Die Schülerinnen und Schüler lernten die Wartburg als Symbol für wesentliche Epochen deutscher Geschichte kennen. Als mittelalterliche Höhenburg repräsentiert sie die Herrschaft der Landgrafen von Thüringen im 11. bis 13. Jahrhundert. Hier lebte die ungarische Königstochter Elisabeth, die zu einer der populärsten Heiligen wurde. Luther übersetzte hier das Neue Testament ins Deutsche während seines Aufenthaltes als „Junker Jörg“. 

Die Schülerinnen und Schüler verbrachten mehrere Stunden in der beeindruckenden Nationalen Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“. Sie zeigt, wie die Reformation den Verlauf der deutschen Geschichte beeinflusste, wie sich Luther im Gedächtnis der Deutschen verankerte, wie ihn Generationen vor uns sahen und wie Machthaber im Laufe der Geschichte sein Werk und Wirken für ihre Zwecke instrumentalisierten. 
Neben der Nationalen Sonderausstellung gab es für die meisten Schülerinnen und Schüler zwei große Höhepunkte auf der Wartburg: Die Elisabethgalerie mit dem Fresko des Rosenwunders der Heiligen Elisabeth und die Lutherstube.

Am frühen Abend kam dann die Reisegruppe wieder an der HBS an und viele hatten einen Tag erlebt, den sie ein Leben lang nicht vergessen werden.

Auf Luthers Spuren

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