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Nicaragua-Partnerschaft

Main-Kinzig-Kreis unterstützt Nicaragua-AG

Die Schulpartnerschaft zwischen der Heinrich-Böll-Schule und dem Instituto Nacional Diriangén in Diriamba/Nicaragua begann mit einer ersten Reise 1986 in das mittelamerikanische Land. Im folgenden Jahr, also 1987, wurde die „Schule Nord“ in „Heinrich-Böll-Schule“ umgetauft und in genau derselben Veranstaltung wurde die Schulpartnerschaft hier und dort feierlich unterzeichnet. Seitdem haben 16 Schüler-Lehrer-Delegationen unserer Schule Nicaragua besucht und der 14. „Gegenbesuch“ befindet sich gerade in Vorbereitung. Er soll im September 2017 stattfinden und in dessen Rahmen wird dann auch das 30. Jubiläum der Schulpartnerschaft gebührend gefeiert werden.
Ganz besonders dankbar sind wir vor diesem Hintergrund für die schon seit Jahren anhaltende Unterstützung aus dem Main-Kinzig-Kreis. In diesem Jahr besuchte Herr Fritz Schüßler, ehrenamtliches Mitglied des Kreisausschusses, unseren Nicaragua-Abend, in dem über die letzte Reise berichtet wurde. Kurz danach konnte er uns dann eine Spende in Höhe von 200 € überreichen, die wir natürlich dankend angenommen haben. Über Spenden freuen wir uns natürlich jederzeit und sie können über den Förderverein der Schule eingezahlt werden, womit sie dann auch steuerlich absetzbar sind. Es besteht auch ein Stipendienfonds, aus dem ehemalige Schüler unserer Partnerschule während ihres Studiums finanziell unterstützt werden, der mit den Spenden aufrecht erhalten wird.

Martin Bornhardt B.
Leiter Nicaragua-AG

16. Reise nach Nicaragua in 30 Jahren

Die Heinrich-Böll-Gesamtschule Bruchköbel schickt am 10. Juli eine 12 köpfige Schüler-/ Lehrer- Delegation nach Diriamba/ Nicaragua zur Partnerschule Instituto Nacional Diriangen. Diese 16. Delegation findet in einem Jubiläumsjahr statt, denn vor genau 30 Jahren besuchten zum ersten Mal Jugendliche und Lehrkräfte das Instituto Nacional Diriangen.
Seit 8 Monaten bereiten sich 9 Jugendliche und 3 Erwachsene auf diese ungewöhnliche 3 Wochen dauernde Fahrt in der Nicaragua-AG vor. Zur Intensivierung der Vorbereitung trafen sich vor wenigen Tagen alle Teilnehmer zu einem entwicklungspolitischen Wochenendseminar in der Jugendherberge Geislitz. Neben organisatorischen und finanziellen Themen stand die inhaltliche und programmatische Planung im Mittelpunkt. Über Referenten wurden zum Beispiel Themen wie Globalisierung, Klimavertrag, Agenda 2030 und Entwicklungspolitik vorgetragen und diskutiert. Die Delegation wird sich unter anderen auch die entwicklungspolitischen Projekte, die vom Main-Kinzig- Kreis und der Stadt Hanau in den letzten Jahren finanziert wurden, anschauen und evaluieren.
Mit eingeladenen Nicaraguanern, die in Deutschland leben, wurden die Jugendlichen unter anderem auf die unterschiedlichen kulturellen Vorstellungen bezüglich Geschlechterverhältnis und die andere Familiensituation eingestellt, denn die Schülerinnen und Schüler leben während der 3 Wochen in Gastfamilien. Ihnen wurde auch vermittelt, dass sie sich in Nicaragua in der Rolle des Ausländers befinden werden, einer für sie weitgehend ungewohnten Rolle, zumal in einem sehr armen Land. Das Programm umfasst das Leben in einer nicaraguanischen Familie, das Kennenlernen der Partnerschule Instituto Nacional Diriangen mit den Jahrgängen 7 bis 11, die Erforschung der Kleinstadt Diriamba unter dem Aspekt der Ökologie und einen touristischen Teil mit Fahrten zur Pazifikküste, Besuch von Granada am Nicaragua-See, der Partnerstadt von Frankfurt, und den Besuch der Naturparks von 2 Vulkanen.
Diese ungewöhnliche Reise ist für die Jugendlichen nur möglich geworden durch Zuschüsse des Hessischen Kultusministeriums, des Fördervereins der Böll-Schule, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Bürgerstiftung der Sparkasse, dem Main-Kinzig-Kreis, der Stadt Bruchköbel, durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen und der Flaschen -und Büchsensammlung in der Schule.

Die Projekte

  • die Besuche und Gegenbesuche
  • die Biblioteca Heinrich Böll mit über 3000 Büchern und Lehrmaterialien
  • der Stipendienfonds, der Ex-Schülern des Instituto ein Studium erlaubt
  • die Schulgeldzahlung, damit Jugendliche die Secundaria besuchen können
  • Mittel zum Kauf von didaktischen Materialien
  • Mittel für Reparaturen und Kauf von Möbeln

Von Nicaragua nach Bruchköbel

Von Nicaragua nach Bruchköbel – Schüler erleben eine Reise über Kontinente hinweg

Vom 25. September an besuchten acht Lehrer und Schüler vom Insituto Nacional Diriangen in Nicaragua fast drei Wochen lang die Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel. Bereits seit 1987 gibt es diese Schulpartnerschaft, die im selben Jahr entstand wie auch die Namensgebung der Heinrich-Böll-Schule, die vorher Schule Nord hieß. Glücklicherweise unterstützt Brot für die Welt diese Besuche, indem es die Flugtickets der Gäste bezahlt, die ansonsten aufgrund der Armut in dem mittelamerikanischen Land diese Reise nie auf sich nehmen könnten. Viele andere Sponsoren, wie die GEW, der MKK, die Städte Bruchköbel und Hanau, die Bürgerstiftung Hanau Stadt und Land der Sparkasse, die Fördervereine der Heinrich-Böll-Schule und des Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasiums und andere private Spender unterstützen seit Jahren diese in der Heinrich-Böll-Schule fest verankerte Initiative.

Immer in den ungeraden Jahren reist das Insituto Nacional Diriangen nach Bruchköbel – umgekehrt lernen in den geraden Jahren Jugendliche aus Bruchköbel Kultur und Menschen direkt in Nicaragua kennen. Beim letzten Aufenthalt im Jahr 2014 besuchten die Schüler von der HBS ein riesiges Kakaoanbaugebiet, das von Ritter Sport dahingehend unterstützt wird, dass die dort ansässigen Kleinbauern sich in Genossenschaften organisieren und somit in Fortbildungen lernen können, wie sie den Ertrag der Kakaobohne steigern können, so dass ein besseres Lebensniveau erreicht werden kann. Die Schüler erfuhren, dass Baumschulen eröffnet wurden, die eine hohe Qualität gewährleisten. Zu verzeichnen war auch, dass die Ernte um ein Vielfaches gesteigert werden konnte, unter anderem weil die Genossenschaft einen LKW kaufte, mit dem man auch in der Regenzeit – 10 Monate im Jahr! – die Ernte direkt bei den Kleinbauern abholen kann. Aus diesem Grund stand für die Besucher aus Nicaragua ein Besuch in Waldenbuch bei Stuttgart an, wo sie eine Werksbesichtigung von Ritter Sport angeboten bekamen. Hier konnten sie mit eigenen Augen sehen, wie die Kakaobohnen aus ihrer direkten Nachbarschaft in Deutschland verarbeitet werden.

Passend dazu lud Banafair aus Gelnhausen dazu ein, den Verkauf von Bananen aus Nicaragua unter die Lupe zu nehmen. Schwerpunkt war nämlich Fair Trade, also der faire Handel. Daher ging die Besuchergruppe auch in den Eine-Welt-Laden nach Hanau und Gelnhausen. Gelnhausen als mittelalterliche Stadt war neben der Ronneburg und Seligenstadt ein Highlight. Hinzu kam, dass die Nicaraguaner neben ihrer ersten Flugreise auch die erste Bahnreise (von Frankfurt nach Hanau) und die erste Schifffahrt (von Hanau nach Seligenstadt) glücklich und gut gelaunt hinter sich brachten.

Voller neuer Eindrücke verließ die Gruppe vom Insituto Nacional Diriangen Deutschland und erwartet freudig im kommenden Jahr die Schüler- und Lehrergruppe von der Heinrich-Böll-Schule, die bestimmt wieder spannende Erfahrungen in dem nach Haiti immer noch zweitärmsten Land Lateinamerikas machen darf. Unter dem Motto „Eine Brücke zwischen zwei Welten“ zeugt nun auch ein neues Wandgemälde in der Heinrich-Böll-Schule von dem Besuch dieser 13. Schüler-Lehrer-Delegation aus der nicaraguanischen Partnerschule.

Nicaragua-Abend

Landrat beeindruckt von den Schilderungen aus Nicaragua

Main-Kinzig-Kreis. – Seit inzwischen rund 25 Jahren gibt es den Kontakt der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel mit dem Instituto Nacional Diriangen in Nicaragua. Der Main-Kinzig-Kreis unterstützt diese entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit der Region Diriamba von Anfang an. „Es ist eine tolle Sache, dass die Verbindung immer noch mit so großen Einsatz fortgeführt wird“, zeigte sich Landrat Erich Pipa erfreut anlässlich der aktuellen Reiseberichte.

Im Sommer war erneut eine Delegation mit acht Schülerinnen und Schülern, zwei Lehrkräften sowie zwei Eltern in der Region Diriamba zu Gast gewesen. Während eines Nicaragua-Abends schilderten sie jetzt ihre Eindrücke dieser 15. Studienreise. Auch Landrat Pipa war der Einladung gefolgt, um die ausführlichen Berichte der erlebnisreichen Tage zu hören. Anschließend dankte er allen Beteiligten für ihren beispielhaften Einsatz.
Während der rund drei Wochen standen zahlreiche Besuche, Exkursionen sowie vielfältige Kontakte und Gespräche auf dem Programm. Natürlich durften auch die Unterrichtsstunden am Instituto Nacional Diriangen nicht fehlen. Untergebracht war die Gruppe in dieser Zeit bei verschiedenen Gastfamilien, wodurch sehr persönliche Kontakte möglich wurden. Die Erfahrungen sind ausführlich in einer 50-seitigen Dokumentation abgebildet.
„Wir brauchen diesen Austausch, um unseren Horizont zu erweitern“, sagte Landrat Erich Pipa angesichts der spannenden Berichte. Die zum Teil sehr einfachen aber dennoch lebenswerten Umstände in Nicaragua ermöglichen einen völlig neuen Blick auf die eigene Situation in Deutschland. Er dankte stellvertretend den Lehrkräften Sabine Engel und Martin Bornhardt für ihren Einsatz sowie der Schulleitung für die fortgesetzte Unterstützung dieser Partnerschaft. Auch der Main-Kinzig-Kreis werde weiterhin seinen Teil dazu beitragen.
In den vergangenen Jahren wurden gemeinsam mit engagierten Menschen zahlreiche Projekte in Diriamba auf die Beine gestellt. Herausragendes Beispiel ist die angesehene Heinrich-Böll-Bibliothek. Unterstützung bei der Trinkwasserversorgung und beim Bau von Latrinen wird ebenfalls schon seit vielen Jahren geleistet. Doch neben der materiellen Unterstützung zähle vor allem die gelebte Partnerschaft, die in der gesamten Region Diriamba spürbar sei, fasst Landrat Pipa seine Eindrücke zusammen.

Foto: Mit großem Interesse hatte Landrat Pipa (rechts) an der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel die lebhaften Schilderungen zur 15. Nicaragua-Reise verfolgt.

Schreiben des Schulleiters aus Nicaragua

15. Studienreise nach Nicaragua

AUF DEN SPUREN DES FAIREN HANDELS IN NICARAGUA



Nicaragua ist nach Haiti das ärmste Land in Lateinamerika und der Karibik. Um die 50% Arbeitslosigkeit bei einer Bevölkerung, von der fast die Hälfte unter 18 Jahren alt ist; ein Land, das davon träumt, durch das große Projekt des Baus des Interozeanischen Kanals – ein Konkurrenzunternehmen zum Panamakanal, von China finanziert – von einem Tag zum anderen reich zu werden. Ein Land, das vor allem Reis und Bohnen für den Eigenverbrauch und Kaffee und Kakao für den Export produziert, das aber zur Zeit unter einen großen Trockenheit leidet. In diesem Land, 40 km von der Hauptstadt Managua entfernt, liegt das Städchen Diriamba auf einer Höhe von 600 m über dem Meeresspiegel; von dort aus sind es gerade mal ca 30 km bis La Boquita, einem wunderschönen Strand am Pazifik. In Diriamba gibt es verschiedene Schulen, darunter das „Instituto Nacional Diriangén“, zu dem seit nun fast 30 Jahren eine Schulpartnerschaft mit der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel existiert, und das „Centro Escolar René Schick“, das eine Schulpartnerschaft mit der Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold unterhält.

Im Rahmen dieser Schulpartnerschaften reiste eine Gruppe von 9 SchülerInnen, 3 Lehrkräften und 2 weiteren Erwachsenen von Ende Juli bis Mitte August drei Wochen lang nach Diriamba. Der Großteil dieser 15. Delegation gehörte zu der Heinrich-Böll-Schule, ein Lehrer und eine Schülerin kamen von der Käthe-Kollwitz-Schule dazu. Bei diesen Studienreisen geht es immer einmal um die immer wieder neu zu belebende Schulpartnerschaft durch die persönlichen Kontakte zu Schülern, Lehrern und Gastfamilien, weiterhin aber auch um ein Schwerpunktthema, das vor Ort behandelt wird. Im „Instituto Diriangén“ wurde demzufolge ein Musikprojekt durchgeführt: Die deutschen Schüler und ca 60 Schüler der Partnerschule übten zusammen den „cup song“ ein – dieses Lied, das via youtube die ganze Welt erobert hat, in dem die Percussion mit einem Plastikbecher gemacht wird – und sangen dazu den spanischen Text. Nicht nur die Dynamik der Übungsphase, sondern auch die Vorführung des Songs bei der Abschiedsfeier war ein großer Erfolg!

Das Schwerpunktthema war „Auf den Spuren des fairen Handels“ und wurde mithilfe eines Kontaks zu dem deutschen Schokoladenhersteller Ritter Sport durchgeführt. Ritter Sport kauft einen Teil des Kakaos in Nicaragua und hat seit einigen Jahren begonnen, die Bildung von Genossenschaften von Kleinbauern zu fördern, um die Qualität des Produktes zu sichern. Nur eine Erkenntnis aus dieser Zusammenarbeit: Durch die Veredelung der Kakaoplantagen über die Genossenschaft in der Gegend von Rancho Grande ist die Produktion der Kleinbauern in den letzten 8 Jahren verdreifacht worden … ohne Zweifel ein Vorteil für die Bauern. Durch die Übernahme des Gärungs- und Trocknungsprozesses seitens der Kooperative vermindert sich das Risiko für den Kleinbauern, verbessert sich aber die Qualität des Endproduktes, so dass ca 95% der in dieser Kooperative produzierten Kakaokerne von Ritter Sport auch wirklich aufgekauft werden, weil sie den Qualitätsstandards entsprechen (Größe, Feuchtigkeitsgrad, Schimmel, Geschmack, usw.).

SchülerInnen und LehrerInnen wurden die drei Wochen bei Gastfamilien untergebracht. Die Erfahrung, nicht nur in einem anderen Land zu sein, sondern den Familienalltag mit all seinen Details Tag für Tag mitzuerleben, hat jeden nachhaltig geprägt. Die Herzlichkeit der Menschen, das Unkomplizierte des Lebens, die Fähigkeit, aus „fast nichts“ einen Teller Essen auf den Tisch zu stellen … auch die Dankbarkeit gegenüber all dem, was in fast 30 Jahren an Projekten an der Schule und deren Umgebung geleistet wurde, wird jeder und jedem im Gedächtnis bleiben. Natürlich auch das Bild der Straßenkinder, die sich in Granada vor der Sonne geschützt haben und einfach auf den kühlen Fliesen im Schatten eines Hauses auf offener Straße geschlafen haben, oder der Affe auf dem Baum im Nebelwald um den Krater des Vulkan Mombacho, der schwefelhaltige Dampf aus dem Krater des Vulkan Santiago, die wunderschönen Hängematten auf dem Kunsthandwerkermarkt in Masaya oder die „Mototaxis“ (Tuc-tucs) in Diriamba. Vielleicht prägt ja den einen oder die andere eher das Mosaik aus Plastikdeckeln oder die Bank auf dem Schulhof auf der Insel Ometepe, die wir mit müllgefüllten Plastikflaschen hergestellt haben – beides Projekte zur Müllverwertung auf der Insel, die sehr unter der Plastikverschmutzung leidet. Ein anderer wiederum könnte meinen, dass es einfach schön war, der Naturwissenschafts – AG an unserer Partnerschule die finanziellen Mittel ermöglicht zu haben, um mit ihrem selbstgebauten Modell einer Biogasanlage an einer Schulmesse in Managua teilzunehmen, wo sie den 1. Platz von ganz Nicaragua belegten, oder die Freude der Fußball-Mädchen-Mannschaft der Schule, als sie zur Belohnung für den 1. Platz im nationalen Frauenfußballturnier einen Satz Trikots vom Deutschen Fußballbund bekamen.

Unabhängig von der individuellen Wertung ist klar, dass so eine Erfahrung nachhaltige Spuren hinterlässt und dass all dies nicht zu verwirklichen wäre, wenn wir die großzügige Unterstützung verschiedener Instanzen nicht hätten: Ob die Fördervereine der teilnehmenden Schulen, ob das Hessische Kultusministerium, die Bürgerstiftung Hanau Stadt und Land, die Städte Bruchköbel und Hanau, das Bildungs- und Förderungswerk der GEW, das Kollegium der Heinrich-Böll-Schule, das Staatliche Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis, der Main-Kinzig-Kreis selber und viele andere Helfer und Unterstützer ... alle haben zum Erfolg dieser 15. Studienreise beigetragen und werden uns hoffentlich auch weiter unterstützen, denn der 13. Gegenbesuch aus Nicaragua im kommenden Jahr 2015 steht praktisch schon vor der Tür!


Martin Bornhardt Brachmann
Leiter der Nicaragua-AG
Heinrich-Böll-Schule

Bilder von der 15. Nicaragua-Reise

Adiós amigos ...

12. Gegenbesuch aus unserer Partnerschule aus Nicaragua

Vom 24. September bis zum 13. Oktober 2013 war die 12. Delegation aus unserer Partnerschule bei uns: Ligia García, Lehrerin, übernahm die Verantwortung für Luis Madrigal, Gerardo González, Jimmy Monge und Hania Pavón. Dazu kamen die Lehrerin Yamileth Parrales und die Schüler Douglas González und Ivania Jiménez aus dem „Centro Escolar René Schick“, eine Schule in Diriamba, die eine Partnerschaft mit der Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold hat. Unsere Partnerschule ist das „Instituto Nacional Diriangén“ und die Partnerschaft besteht schon seit fast 30 Jahren. Für die 8 Nicaraguaner gab es ein umfangreiches Programm unter Mitarbeit von LehrerInnen aus den beiden gastgebenden Schulen. In diesem Jahr war das Schwerpunktthema „Die Duale Ausbildung in Deutschland“, ein Thema, das natürlich besonders die Jugendlichen und Lehrer aus einem armen Land wie Nicaragua direkt interessiert. Viele Kinder und Jugendliche brechen dort die Schule aus verschiedenen Gründen ab und stehen dann ohne Berufsausbildung da: Die Arbeitslosigkeit beträgt in Nicaragua ca 60%!! Für diejenigen, die die Schullaufbahn beenden, gibt es oft nur die Möglichkeit des Studiums an einer Universität, immer dann, wenn die Familie die Kosten für ein Studium übernehmen kann... Ganz besonders waren unsere nicaraguanischen Freunde von der Verbindung zwischen Theorie und Praxis im Rahmen des dualen Ausbildungssystems beeindruckt, das sie dank der Bereitschaft von LehrerInnen, SchülerInnen und MitarbeiterInnen der Eugen-Kaiser-Schule, der Ludwig-Geissler-Schule, der Kaufmännischen Schulen in Hanau, des Main-Kinzig-Kreises, der Hanauer Joblotsen und natürlich der Heinrich-Böll- und der Käthe-Kollwitz-Schule kennenlernen durften. Ein ganz wichtiger Aspekt war in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Jugendlichen während der Asubildung bereits ein Gehalt bekommen ... Wo sonst auf der Welt bekommt man dafür bezahlt, ausgebildet zu werden!!! Dazu kamen sehr interessante Gespräche mit dem Bürgermeister von Bruchköbel, dem Oberbürgermeister von Hanau und dem Partnerschaftsbeauftragten des Main-Kinzig-Kreises. Alles in allem gab es ein sehr vollständiges Bild zum ausgewählten Thema.

Abgesehen davon gab es in den 3 Wochen natürlich auch noch viele andere Highlights: Das „Konzert der Nationen“ im Jugendzentrum Ronneburg, der offizielle Empfang in Langenselbold und die Verabschiedungsfeier an unserer Schule, die Schifffahrt auf dem Main von Hanau nach Seligenstadt, der Zoo, die Zeil und der Maintower in Frankfurt ... aber natürlich auch einfach die gemeinsame Freizeit mit deutschen und nicaraguanischen Jugendlichen. Wenn man die Beiteiligten fragt, sagen alle, dass „die Chemie gestimmt“ hat und deshalb ist auch das Interesse groß, an der 15. Studienreise von hier nach Nicaragua im Sommer 2014 teilzunehmen. Die gesamte Planung und Organisation der Studienreisen im Rahmen unserer Schulpartnerschaft liegt in den Händen der Nicaragua-AG. Leiter der AG ist zur Zeit Martin Bornhardt, dessen Arbeit von den ehemaligen Lehrern und Begründern der Schulpartnerschaft Wulf Hilbig und Wolfram Krause maßgeblich unterstützt wird. Auch die LehrerInnen der Fachschaft Spanisch an unserer Schule (Sabine Engel, Nicole García und Thomas Seibert) und Mechtild Lehmann, Florian Schröder und Uwe Weimann an der Langenselbolder Schule haben einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieser 12. Studienreise geleistet. Und das Wichtigste zum Schluss: Ohne die Gastfamilien wäre alles nur ein Projekt geblieben ... Ganz herzlichen Dank für die Mitarbeit und die Bereitschaft, diese Erfahrung mit uns zusammen zu machen!

Die Schulpartnerschaft mit Nicaragua ist nicht nur eine Studienreise, sondern bereits eine Tradition an unserer Schule, die vor allem die Entwicklung der sozialen Komptenzen als Ziel hat. Selten hat man als „Wohlstandskind aus dem reichen Deutschland“ die Möglichkeit im Alltag mitzuerleben, wie ein Leben ohne diesen Wohlstand aussieht ... und dass es mindestens genauso lebenswert ist! Die HBS verbindet als „Schule mit Courage“ und „UNESCO-Projekt-Schule“ den normalen Unterricht mit Projekten, die den Jugendlichen den Eine-Welt-Gedanken im Sinne der Völkerverständigung näher bringen und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Weltfrieden.

Im Juli/August 2014 kommt die 15. Studienreise und die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange. Wie immer, brauchen wir die Unterstützung der gesamten Schulgemeinde!

Besuch aus Nicaragua 2013