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Tierschutzpreis 2013

Klasse 7e übergibt Spenden

Am 22.11. 2013 war es wieder soweit, die Klasse 7e übergab zum wiederholten Male Spenden und unterstrich damit weiterhin ihr soziales Engagement. Zu Besuch waren dieses mal wieder Frau Haub, die Vorsitzende der Tierfreunde Athen, die zwei Wagenladungen Sachspenden und 500 Euro übergeben bekam; zudem waren zwei Damen des Futterhauses aus Bruchköbel anwesend, die den glücklichen Schülern 150 Euro in Futtersäcken (15 10 kg Futtersäcke) überreichten.
Frau Haub berichtete, dass es mittlerweile Monty besser geht. Monty ist ein Hund, dem man in Athen einfach so das Ohr abgeschnitten hatte, zudem wurde er noch andersweitig schwer misshandelt, weswegen er operiert werden musste. Die nötigen 200 Euro für die OP hat auch die Klasse gespendet.
Herr Münz verkündete stolz, für wen die Klasse in diesen Monaten Spenden gesammelt hatten: neben den Tierfreunden Athen bekamen auch die Mallorca-Tierhilfe von Sylvia Renke (von ihr hat Frau Bopp Ayla) 555 Euro, sowie die 112 dogs von Frau Püschel 100 Euro. Und darauf sind wir besonders stolz: Auch das Clementine Kinderhospital in Frankfurt hat 400 Euro von uns bekommen.

Am Freitag war auch der Hanauer Anzeiger bei uns – alle finden es so toll, was wir leisten, aber wir finden es mittlerweile „normal“, wir helfen halt gerne. Wir haben uns am Freitag so sehr darüber gefreut, dass Frau Bopp wieder zwei ihrer vier Hunde mitgebracht hatte: Leni und Ayla. Das hätten wir gerne jeden Tag!!!!

7e gewinnt den Hessischen Tierschutzpreis 2013

Am 10. September 2013 überreichte die Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Frau Puttrich im Hessischen Landtag in Wiesbaden der Klasse 7e der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel den hessischen Tierschutzpreis 2013. Zusammen mit vier weiteren Schulen wurde die Klasse dafür geehrt, zum Thema „Tierschutz und der europäische Gedanke“ wesentlich beigetragen zu haben. Geehrt wurden die Schülerinnen und Schüler insbesondere dafür, dass sie sich nach einer Spendenaktion im Winter im 6. Schuljahr intensiv mit der Problematik des Umgangs mit Hunden in Athen beschäftigt hatten.

Der Leitsatz der Klasse lautete von Beginn an: „Ich behandle andere so, wie ich selbst behandelt werden möchte.“ Und dieser Satz bezieht sich nicht nur auf zwischenmenschliche Beziehungen, sondern auch auf Mitgefühl, Achtung und Respekt gegenüber Tieren. Die Klassenlehrerin wird diese Klasse noch bis zum 10. Schuljahr begleiten und unterrichten dürfen. Sie glaubt fest daran, dass die Kinder durch ihr soziales Engagement sensibilisiert darauf sein werden, Mitmenschen und Tiere zu achten. Durch die in der Schule erworbene Sozialkompetenz, Empathie, Mitgefühl und Verantwortung zu besitzen, weisen sie die besten Voraussetzungen auf, sich in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt später zu behaupten und so zu autonomen Persönlichkeiten zu werden.

Spendenaktion im 5. Schuljahr

Die Kinder hatten im GL-Unterricht in den Einheiten „Kinder einer Welt“ und „Europa“ zuvor gelernt, dass es große Unterschiede zwischen der 1. Welt, der 2. Welt und der 3. Welt gibt. Sie erkannten, dass unser Lebensstandard nicht selbstverständlich ist. Sie begannen zu lernen, selbst zu urteilen und nicht alles den Medien vorbehaltlos zu glauben. Die Kinder wurden ermutigt, immer daran zu denken, objektiv zu urteilen. Natürlich ist es schwierig, festzustellen, ob das, was gemeinhin behauptet wird, auch wirklich so ist, aber man muss sich wenigstens die Mühe geben, sich eigene Gedanken zu machen und gegebenenfalls zu recherchieren. Das war natürlich ein zu hohes Ziel für eine sechste Klasse, aber die Anfänge wurden mit diesem Projekt gemacht. Die Schülerinnen und Schüler lernten in seriösen Sachtexten kennen, dass es mit der Krise in Griechenland Neologismen wie „Neuarme“ gibt oder dass die Grundbedürfnisse in diesem beliebten Urlaubsland wie Ernährung oder ärztliche Versorgung nicht gewährleistet sind oder sie erlasen sich das Wissen, dass es Armenküchen in Athen gibt.

Schulleiter Herr Münz überreicht 500 Euro

und Sachspenden an die Leiterin der Tierschutzorganisation "Tierfreunde Athen", Frau Haub

Die Klasse beschloss nach Spendenaktionen für Tierauffangstationen im 5. Schuljahr nach Budapest,
im 6. Schuljahr für eine Tierauffangstation in Athen zu spenden. So kamen 500 Euro und ein Kleinlaster voller Sachspenden zusammen.

Die Vision der Klassenlehrerin ist, Kindern den Tierschutz nahe zu bringen. Sie möchte erreichen, dass die Kinder später, wenn sie erwachsen sind, mit offenen Augen ihre Welt betrachten – sie sollen den Mut haben, auch Elend zu erkennen und dann zu helfen. Albert Schweitzer schrieb einmal: “Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit.“ Wie sollen Kinder zu verantwortungsbewussten Menschen werden, wenn sie nicht einmal in der Schule etwas über das Leid anderer Lebewesen erfahren haben bzw. nicht gelernt haben, etwas dagegen zu unternehmen? Die Schülerinnen und Schüler wissen jetzt, dass sie selbst etwas bewirken können, sie wissen jetzt, dass man mit wenig Mitteln Großes erreichen kann – man muss dazu in der Schule nur angeleitet werden. Natürlich gab es auch Momente, die die Klassenlehrerin zum Verzweifeln brachten; wenn beispielsweise Erwachsene freundlich angesprochen wurden, und diese harsch meinten, sie spenden nichts für Tiere. Da musste die Enttäuschung der Kinder erst einmal in Worte gefasst und mit ihnen verarbeitet werden. Die Kinder haben gelernt, empathisch und mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen. Sie werden diese Projekte, gerade dieses ausgeprägte Klassenprojekt für den Tierschutzpreis, bestimmt so schnell nicht vergessen. Die Klasse arbeitete drei Monate lang jeden Freitag vier Schulstunden im Projektunterricht; mit dabei waren immer die Klassenhunde Leni und Ayla, die auch in den Rollenspielen und im Fotoroman agieren durften.

Ayla und Leni, die Klassenhunde

Das war Unterricht der besonderen Art. Alle Kinder konnten sich selbständig in Themenbereiche einwählen; einige konnten sich nicht wirklich entscheiden und wirkten bei mehreren Projekten mit, andere, die sonst Probleme haben, auch nur ansatzweise etwas freiwillig zu leisten, arbeiteten mit einer Begeisterung und mit Ergebnissen, die wiederum begeisterten und wieder einmal zeigten, dass jeder einzelne Schüler etwas Besonderes bewirken kann. Das gibt einen emotionalen und kognitiven Schub, der nicht zu unterschätzen ist. Im Unterrichtsalltag ist Differenzierung gerade in einer Integrierten Gesamtschule, in der alle Leistungsniveaus (von Gymnasialschülern bis hin zu Förderschulkindern) vorhanden sind, ständig gefordert. Und diese Differenzierung ist gerade mit eigenständigem, auf jeden einzelnen Schüler gerichtetem Arbeiten möglich. Dies ermöglicht in der Schule die Authentizität, die schülergerechtes Lernen ermöglicht.

Das Ergebnis dieser Arbeit machte die Kinder stolz. Die Klasse hat beschlossen, in jedem Schuljahr ein Projekt zu bearbeiten, denn das festigt die Klassengemeinschaft ungemein. Daher werden in diesem Schuljahr Spenden für eine Tierauffangstation auf Mallorca gesammelt.

Das Preisgeld, das die Klasse für den hessischen Tierschutzpreis erhalten hat, wird unter anderem in Spendenaktionen für ein Kinderhospiz und Tierauffangstationen weitergegeben werden.