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Folgender Artikel erschien im Gelnhäuser Tageblatt am 08.10.2010:
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La Biblioteca Heinrich Boell

Kleiner Bericht ueber die Situation und den Zustand der Heinrich-Boell-Bibliothek:

Erst einmal moechte ich erwaehnen, dass die Bibliothek ein ganz tolles Projekt der HBS ist und dass die Schulgemeinde des Diriangen sehr stolz auf ihre Bibliotek sein kann. Der Buecherbestand ist enorm auch wenn viele Buecher bereits sehr alt sind, und manche dieser alten Buecher kaum noch oder gar nicht mehr genutzt werden. Trotzdem gilt die H.B. Bibliothek als die Beste in Diriamba. Ich bin gluecklich darueber in eben dieser Bibliothek zu “arbeiten” und meinen Teil zur Inbetriebhaltung und Ordnung dort beitragen zu koennen.

Der momentan verantwortliche Lehrer ist Professor Eduardo. Er musste im letzten Schuljahr jedoch teilweise auch unterrichten. Von daher war es fuer ihn nicht immer moeglich, seiner Arbeit in der Biblithek nach zu gehen. Dieses Jahr ist er aber wieder voll und ganz in der Bibliothek eingesetzt. Man “munkelt” allerdings, dass es moeglich ist, dass er im Laufe dieses Schuljahres an eine andere Schule versetzt wird, da es eine etwas aeltere und kraenklichere Lehererin gibt, die es leichter haette in der Bibliothek zu arbeiten als zu unterrichten.

Eduardo ist relativ flexibel was diese Entscheidung betrifft, sagt jedoch, dass ihm die Arbeit in der H.B. Bibliothek grosse Freude bereitet und es schade waer, wenn er diese aufgeben muesste. Seine Aufgaben sind in erster Linie das Verleihen von Buechern oder anderen Arbeitsmaterialien, aber auch fuer die Ordnung in der Bibliothek zu sorgen. D.h. er muss die Buecher regelmaessig ordnen, neue Buecherlieferungen vom Ministerium entgegennehmen und einsortieren und insgesamt alles sauber und in Odnung halten. Ausserdem hilft er den Schuelern , wenn sie ein bestimmtes Thema suchen aber im Buch nicht finden koennen.

In meiner Zeit am IND habe ich den Eindruck gewonnen, dass die H.B.B. viel genutzt wird und zwar nicht nur von Lehrern und Schuelern des IND, sondern auch von Schuelern die von anderen Schulen kommen und teilweise einen sehr weiten Weg auf sich nehmen muessen. Die Bibliothek ist von morgens um 8.00h bis nachittags um 14.00/15.00h geoeffnet. Am Morgen kommen teilweise auch ganze Schuelergruppen mit dem jeweiligen Lehrer in die Bibliothek um selbststaendig mit den Buechern fuer das jeweilige Fach zu arbeiten.

Durch den grossen Lesesaal kann der Raum auch fuer andere Aktivitaeten genutzt warden. Z.B. Elternsprechtage, Versammlungen etc. Letzte Woche fand in diesem Saal eine Blutspende-Akion vom Roten Kreuz ( cruz roja )statt.





Was den Zustand des Gebaeudes betrifft, sieht es etwas schlechter aus. Besonders das Dach des Lesesaals sowie das der Buecherei ist in einem sehr schlechten Zustand. Es ist undicht und, wenn es regnet, tropft es hinein. Das sind natuerlich schlechte Lern-und Arbeitsbedingungen und ausserderm werden die Buecher teilweise nass. Auch in der Trockenzeit bringt das Blechdach Probleme mit sich, denn im Lesesaal ist es unertraeglich heiss.

Elektrizitaet ist im gesamten Gebaeude nur teilweise oder phasenweise vorhanden.

Das Mobiliar ist bereits sehr alt, wird aber nach wie vor noch genutzt, weil die Mittel fehlen, um neues zu kaufen. So sind z.B. die Tische und Stuehle im Lesesaal uralt und koennten einen neuen Anstrich gebrauchen. In der Buecherei stehen die tollen Buecher in alten und morschen Regalen, die ggf. auch nicht mehr lange halten.

Ein weiteres Manko sind die Fenster der Bibliothek, die sehr dreckig und teilweise kaputt sind (fehlende Fensterscheiben, kein Oeffnen moeglich etc.).

Auch die Gitter vor den Fenstern sind sehr rostig und Eduardo meint, sie braeuchten auch mal wieder eine Reinigung und ggf. einen neuen Anstrich.





Eduardo wuenscht sich fuer die Bibliothek einen Projektor, um den Schuelern so Praesentationen zeigen zu koennen ( Filme, Fotos, Daten etc.) Er meint ausserdem, er benoetige einen Computer, um das Inventar einfacher verwalten zu koennen.

Was die Bibliothek auch immer gebrauchen kann, sind aktualisierte Buecher auf dem neuesten Wissensstand und Unterrichtsmaterialien fuer die Lehrer, um den Unterricht anschaulicher zu gestalten.

Was das Denkmal für Wolfram und Wulf betrifft, denke ich, kann man sagen, dass es in einem guten Zustand ist. Nach wie vor treten Schueler naeher an das Denkmal heran, um es sich genauer zu betrachten.





Wie gesagt, die H.B. Bilbliothek ist ein tolles Projekt, allerdings nicht zu vergleichen mit unseren Schulbuechereien in Deutschland…

Diesen Bericht habe ich nach einem Interview mit Eduardo erstellt und von daher auch seine Meinung versucht wieder zu geben und nicht nur das berichtet, was mir persoenlich aufgefallen ist.

Diriamba, im März 2010 Natalie Brönner

Das Institituto Nacional Diriangen

Das Institituto Nacional Diriangen, kurz IND, ist unsere Partnerschule in Diriamba (Nicaragua).

580 Schülerinnen und Schüler gehen im IND zur Schule. Das Instituto umfasst die Sekundarstufen I und II. Nach der 11. Klasse hat man in Nicaragua das Abitur.

Diriangen liegt im südlichen Teil Diriambas. Auf dem Grundstück befindet sich die Biblioteca Heinrich-Böll, die von der Heinrich-Böll-Schule unterstützt wird. Außerdem sind dort 3 Gebäude mit je 6 Klassenzimmern und ein weiteres Gebäude mit dem Sekretariat, dem Büro der Schulleiterin und einem Abstellraum (z.B. für alte Stühle, Musikinstrumente...). Es gibt auch zwei Toilettenhäuschen, einen Kiosk und einen Schulgarten mit einer vielfältigen, exotischen Pflanzenwelt, sowie zwei Sportplätze.

Besuch aus Nicaragua 2009

Hanauer Anzeiger vom 9.7.2009

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20 Jahre Schulpartnerschaft! 1986-2006

An der 11. Studienfahrt seit 1986 nahmen im Sommer 2006 16 Jugendliche im Alter von 14 – 19 Jahren und 4 Lehrkräfte ( 3 davon in der Altersteilzeit ) teil. Es ist die größte „Schüler-/Lehrer-Brigade“ seit 1986 gewesen. Wie schon immer meldeten sich überwiegend Schülerinnen für diese Fahrt ( 12 Schülerinnen, 4 Schüler ), vor allem aus der Mittelstufe ( 13 Schülerinnen ). Die Gründe dafür liegen auch in der Zunahme des Interesses an der spanischen Sprache in der Sekundarstufe und in dem intensiven Werben der Spanisch-Lehrkräfte für das außergewöhnliche Partnerschaftsprojekt.
Vor zwanzig Jahren belächelt, nicht ernst genommen, sogar als unverantwortliches Vorhaben abgelehnt oder als Polit-Tourismus verteufelt, entwickelte sich die Schulpartnerschaft mit dem Instituto Nacional Diriangen in Diriamba / Nicaragua immer intensiver und wurde von Jahr zu Jahr stabiler. Dazu haben vor allem die Austausch-Fahrten sowohl nach Nicaragua wie auch nach Deutschland ( 8 Gegenbesuche ) beigetragen. Insgesamt besuchten mittlerweile über 60 Jugendliche und 14 Lehrkräfte des Instituto N. Diriangen Deutschland. Mehr als 110 Jugendliche aus Bruchköbel und Umgebung und 6 Lehrkräfte der Böll-Gesamtschule erkundeten Diriamba und Nicaragua in den letzten 20 Jahren. Daraus sind viele Freundschaften entstanden, die im elektronischen Zeitalter intensiv gepflegt werden und die Partnerschaft mit Leben erfüllen.
Die Heinrich-Böll-Gesamtschule Bruchköbel trägt unter anderem wegen dieser außergewöhnlichen Partnerschaft den Titel UNESCO-Projekt-Schule und ist somit mit über 6000 Schulen global vernetzt. Wichtigster Partner in Sachen Projektbetreuung in Nicaragua ist das kleine Nichtregierungsorganisationsbüro (NGO ) ADECA in Jinotepe/ Nicaragua. Seit 1990 unterstützt ADECA die deutschen Reisegruppen und die Jugendlichen, die ein soziales Jahr in Diriamba absolvieren, vor Ort. Der Gründer und langjährige Leiter von ADECA Sen. Fernando Fernandez war als damaliger Bürgermeister von Diriamba 1985 maßgeblich an dem Aufbau der Schulpartnerschaft beteiligt. Er verstarb leider 2003. In Diriamba bestehen gute Beziehungen zur Stadtführung, zur Lehrergewerkschaft ANDEN, zum Erziehungsministerium, zur Frauenorganisation AMNLAE, zur Partei FSLN und verschiedenen Stadtteilkomitees.
Die Nicaragua-AG arbeitet im Rahmen der Partnerschaft auf nationaler Ebene mit folgenden Städten, Kreisen, Gewerkschaften, Kirchen und Institutionen zusammen:
Stadt Bruchköbel, Stadt Hanau, Main-Kinzig-Kreis,
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ( GEW-Kreis-und Bundesverband ) in Hanau und Frankfurt,
DGB-Nord-Süd-Forum in Düsseldorf,
Ausschuss entwicklungsbezogener Bildung und Publizistik (ABP) der evangelischen Landeskirchen in Bonn,
ökumenische Werkstatt in Langenselbold,
hessisches Wirtschaftsministerium in Wiesbaden,
hessisches Kultusministerium in Wiesbaden,
Nicaragua-Initiative Hanau,
Hessenkoordination der Nicaragua-Vereine und Initiativen,
Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasium Bruchköbel,
Nicaragua-Verein Saarbrücken.

Die Aufzählung ist sicher nicht vollständig, zeigt jedoch das Netzwerk auf, indem sich dieses Projekt international und national bewegt. Die intensiven privaten und familiären Beziehungen sind außergewöhnlich vielfältig.
Ein entwicklungspolitisches Projekt gehört noch besonders erwähnt: Vor zwei Jahren erlebte die 10. Reisegruppe in dem Stadtviertel 26. Februar eine Bürgerversammlung mit. Die überwiegend anwesenden Frauen des Stadtteiles beklagten die Situation der Trinkwasserversorgung - 1 Wasserhahn für 150 Familien – und schimpften auf die untätige Stadtverwaltung und die staatliche Wasserversorgungsbehörde ENACL. Wir nahmen diesen Projektvorschlag – ausgearbeitet von ADECA – mit nach Deutschland, präsentierten ihn dem Landrat des MKK und dem Oberbürgermeister der Stadt Hanau. Ende 2004/ Anfang 2005 konnten wir insgesamt 15000 US $ nach Diriamba überweisen. Während unseres diesjährigen Aufenthaltes konnte die Reisegruppe sich von dem Erfolg des Trinkwasserprojektes überzeugen: 130 Familien mit über 700 Menschen, darunter sind die Mehrheit Kinder, haben seit dem 1. Februar 2006 sauberes, gesundes Wasser in ihren Häusern. Die äußerst dankbaren Familien gaben uns erneut einen Projektvorschlag, dieses Mal zum Bau von 150 Latrinen mit.
Die Jugendlichen absolvierten wiederum ein volles, interessantes Programm in Nicaragua und suchten nach Spuren der 20 Jahre alten Schulpartnerschaft. Sie waren das fliegende, das schwimmende, das fahrende, das wandernde Klassenzimmer. Vier intensive Wochen in einem fremden Land in Entwicklung, in einer fremden Kultur, in einer fremden Sprache haben sie gewaltig gefordert und gefördert.
Diese Dokumentation versucht, diese Erfahrungen dem Leser, der Leserin zu vermitteln.

Gabriele Laas, Wolfram Krause, Hans-JürgenTaube, Wulf Hilbig

Wasserprojekt in Diriamba

Hilfe kommt an: Bericht über Wasserprojekt in Diriamba

Main-Kinzig-Kreis. Seit inzwischen 20 Jahren gibt es den Kontakt der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel mit dem Instituto Nacional Diriangen in Nicaragua. Der Main-Kinzig-Kreis unterstützt diese entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit der Region Diriamba. „In dieser Zeit haben engagierte Menschen zahlreiche Projekte auf die Beine gestellt“, sagt Landrat Erich Pipa. Herausragendes Beispiel ist die angesehene Heinrich-Böll-Bibliothek. Zuletzt entstand eine Trinkwasserversorgung für etwa 660 Personen in dem Dorf „26. Februar“.
Rund 10.000 Euro hat der Main-Kinzig-Kreis für dieses Projekt zur Verfügung gestellt, das vor Ort vom Regionalbüro Managua der GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) begutachtet und wegen seiner Wirkung sehr gelobt wurde. Jetzt informierte eine Schülergruppe im Main-Kinzig-Forum über das Ergebnis. Alina Ringel, Anna Zachmann und Nadide Aydin erläuterten die Präsentation. Die Bilder zeigen Männer bei der Arbeit und glückliche Familien, die jetzt erstmals fließendes Wasser in ihren Häusern erleben. „Hier hat jeder Cent seinen Zweck erfüllt“, betonte Kreisbeigeordneter Fritz Schüssler, der die Gruppe stellvertretend für den Landrat begrüßte.
Unter den Gästen waren auch Schüler und Lehrer des Instituto Nacional Diriangen. „Das Wasserprojekt hat das Leben von über 100 Familien verändert“, berichtete Sebastian Mendieta. Es war bereits der 9. Gegenbesuch einer Delegation aus Nicaragua. Insgesamt nutzen rund 120 deutsche Jugendliche sowie 70 Schülerinnen und Schüler aus Diriamba die Möglichkeit zum internationalen Austausch.
„Diese Arbeit trägt Früchte“, sagten Wulf Hilbig und Wolfram Krause. Die inzwischen pensionierten Lehrer der Heinrich Böll-Schule pflegen und organisieren seit vielen Jahren den Kontakt in das mittelamerikanische Land und berichteten von einem beteiligten Ingenieur aus Diriamba, der bereits vor fast 20 Jahren an dem Partnerschaftsprojekt teilgenommen hatte. Mit seiner Arbeit wollte er jetzt etwas von den positiven Erfahrungen zurück geben.
„Der lebendige Kontakt zu Diriamba ist ein Merkmal einer engagierten Bürgergesellschaft“, sagt Landrat Erich Pipa. Der Main-Kinzig-Kreis werde zu den jährlich rund 1.000 Euro auch über weitere Zuschüsse für besondere Projekte beraten. Ein aktueller Vorschlag sei der Bau von dringend benötigten Latrinen. Mit ihrem Besuch im Landratsamt hätte die internationale Delegation bereits wichtige Argumente geliefert.